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Uwe Hartwig

Uwe Hartwig

Geburtsdatum

15. Januar 1963

Nationalität

deutsch

Disziplinen

Einzelzeitfahren

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«Grenzen neu definieren und darüber hinauswachsen»

Vom Wasser auf die Straße

Im Alter von 11 Jahren beginnt Uwe 1974 in Werder/Havel mit Rudern – intensives Training 4 Tage die Woche, Wettkämpfe an den Wochenenden. Trotz vieler Erfolge, wie dem Erreichen der Endläufe im Doppelvierer mit Steuermann 1975, wird er 1977 von den Sichtungsfunktionären der Leistungszentren „als zu klein ausgemustert“, auch weil es die heutigen Leichtgewichtsklassen damals noch nicht gibt.
Mangels Entwicklungsmöglichkeiten wechselt Uwe die Sportart und sucht sein Glück im Segeln. Am Wasser aufgewachsen und mit einem gewissen Talent für Segelboote gesegnet, lernt er die taktischen Finessen in Bezug auf Regatten und ist auch in dieser Sportart schnell erfolgreich. Den Höhepunkt bilden 1980 die DDR-Meisterschaften im See-Segeln in Warnemünde, die sein Team wegen eines Bootsschadens aber nicht beenden kann.

Sportlicher Neuanfang

Der Weg zum Radsport verläuft eher zufällig. Nach einem schweren Fahrradunfall
2006, mit OP und anschließender Reha ließen die Schmerzen im Knie trotz Schonung nicht nach – die unweigerliche Folge: Gewichtszunahme aufgrund fehlender Bewegung. Mit dem Kauf seines ersten Rennrades, dem Cervelo P2, fällt 2013 schließlich der „Startschuss“ zum Radsport. Die Knieschmerzen lassen nach, die Pfunde schmelzen und Uwe erliegt der Faszination des Radfahrens.

Erste Erfolge, erste Tiefschläge

Ab 2014 nimmt Uwe an ersten Wettkämpfen im Hobby-Sport teil. Beim „Zeitfahr-Cup“ in Ostdeutschland erreicht er in den Jahren von 2014 bis 2016 jeweils den 2. Gesamtrang seiner Altersklasse, 2017 und 2018 sogar den Gesamtsieg. Angetrieben vom Wunsch, sich auch international im Wettkampf zu messen, setzt er seit Ende 2018 auf die Zusammenarbeit mit einem Trainer. Und die Ergebnisse sprechen für sich: Anfang 2019 gewinnt er nicht nur den Titel des Brandenburgischen Landesmeisters im Einzelzeitfahren, sondern schafft in Slowenien auch die erfolgreiche Qualifikation für die WM in Polen im Zeitfahren und Straßenrennen. Das Einzelzeitfahren bei seiner ersten WM in Poznań beendet Uwe aufgrund Temperaturen von 38 °C, außerhalb seines „Wohlfühlbereichs“, nur als 13., im Straßenrennen landet er im oberen Drittel der Ergebnisliste.

Die Corona-Pandemie bringt Wettkämpfe zwar erstmal zum Erliegen, aber Training ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil seines Alltags. Sein ehrgeiziges Ziel: die Teilnahme an der WM 2023 in Glasgow. Auf eine fehlerfreie Vorbereitung ab Spätsommer 2022, folgt eine fehlerfreie Saison 2023 in der Uwe jedes Zeitfahren, an dem er teilnimmt, gewinnt. Die süßeste Belohnung ist schließlich die erfolgreiche WM-Qualifikation Anfang April am Neusiedler See in Österreich.

Aufgrund der erfolgreichen Resultate im Vorfeld, hofft er in Glasgow unter die Top 6 zu fahren. Am Ende ist es der undankbare 4. Platz und für Uwe die bitterste Stunde, die er bis dahin im Radsport erlebt hat. Das Schöne und Positive rückblickend ist, dass er in der Warteschlange zur Registrierung Marcel kennenlernt.

In der Saison 2024 vom Pech verfolgt, kann er nur an 3 Rennen teilnehmen.
Aber das Wort „aufgeben“ existiert nicht in Uwes Sprachgebrauch und diese positive Einstellung unterstreicht auch seine Aussage „Ich mache weiter, weil ich noch Ziele habe, und weil der Radsport so etwas Wunderbares ist“.

Training als entscheidender Faktor

Basierend auf mehrmals im Jahr durchgeführten Leistungstests, erstellt Uwes Trainer einen für ihn perfekt angepassten Trainingsplan. Dieser umfasst im Schnitt 3 Wochen Belastungstraining (Schwellentraining, Tempo-Training, VO2max-Training kombiniert mit Grundlageneinheiten) und Regeneration in der 4. Woche. Dieses „Drosseln der Wattzahlen“ fällt Uwe extrem schwer.

Besondere „Essgewohnheiten“ hat Uwe nicht – seine Mahlzeiten enthalten viel Gemüse, sind relativ fettarm, und für lange Workouts liegen Äpfel und Bananen immer „griffbereit“; außerdem verzichtet er fast vollständig auf Alkohol.

Abseits des Sports

Uwe liebt es, am und im Haus zu werkeln und sein Garten als persönliche Wohlfühloase ist ihm heilig. Eine Leidenschaft von ihm ist die Musik, egal ob aus dem Radio oder selbst am Klavier.

Ehrgeizige Zukunftspläne

Ganz oben auf der Liste: die Arbeit an seiner Schwäche – der „Angst“ vor dem Start, die ihn bei Rennen oft blockiert. Das bedeutet mehr Rennen fahren, Abläufe verinnerlichen. Dann erledigt sich sein Ziel in Rennen seiner Altersklasse auf dem Treppchen zu stehen, fast von allein. Aber ehrlich gesagt gibt es für Uwe nur ein Ziel, das er auch ehrgeizig formuliert „ich bei den Weltmeisterschaften (es werden hoffentlich noch ein paar) aufs Podium. Nein, … ich will in der Mitte stehen!!!“.